Yacht-Club Saarbrücken e.V.
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Moritz Jakobs und das Segeln: Vom Opti in die 2.4mR

Liebe Leserinnen und Leser, mein Name ist Moritz Jakobs. Ich bin 13 Jahre alt, Schüler des Leibniz-Gymnasiums in St.  Ingbert, wohne in Rentrisch und mein Hobby ist das Segeln. Ich möchte Ihnen mein Hobby im nachfolgenden Bericht kurz vorstellen.

Wieso segele ich mit 13 Jahre die Bootsklasse 2.4mr? Gute Frage. 2015 mit 7 Jahren machte ich am Bostalsee mein Jüngstensegelschein und begann dann in Opti B Regatten zu segeln. Sechs Jahre bin ich das Boot gesegelt und habe etliche Trainings und Regatten europaweit gesegelt. Dies hat mir unwahrscheinlich viel Spaß gemacht, ich habe viele Freunde dadurch kennen gelernt. 2020 bin ich in Opti A umgestiegen jedoch gab es wegen Corona keine Regatten.

Für die Saison 2021 war ich dann zu groß für den Opti und da ich immer fasziniert war von der Bootsklasse 2.4mR, wollte ich anfangen diese zu segeln. Mein Vater segelt das Einmann-Kielboot schon seit 2010, ich habe ihn bei vielen Regatten begleitet und ich wollte mit ihm, die Bootsklasse segeln. Es gibt nichts Schöneres als ein Sohn-Vater-Duell.
akobsMoritz Jakobs und das Segeln
Papa und Sohn
Wie der Vater so segelt der Sohn: Michael Jakobs und Sohn Moritz.
Im Frühjahr 2021 kauften wir ein gebrauchtes Boot und wir bauten es etwas um. Sobald das Wetter es zuließ, fuhren wir an den Bostalsee und ich fing an zu trainieren, es war Mitte März und es war noch sehr kalt. Zuerst fuhr mein Vater mit dem Motorboot neben mit her, aber schon an dem 2. Wochenende ist er mit seiner 2.4 mitgefahren und wir konnten gegeneinander segeln. In den darauffolgenden Trainingswochenende war dann auch Ulli Libor, der auch 2.4 segelt, dabei. Er hat mir sehr viel in den 4 Monaten bis zu meiner ersten Regatta beigebracht. Zur Erläuterung: Ulli Libor ist zweifacher Olympia Medaillengewinner und hat einige Meistertitel in verschiedenen Bootsklassen.
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Die Erste Regatta war in Berlin am Wannsee, die 40 Segler imponierten mir bei dem ersten Start. Aber für meine erste Regatta lief es ganz gut ich wurde am Ende 22., eine Woche später bin ich am Tegeler See zu meiner zweiten Regatta angetreten. Da hatte ich am ersten Tag etwas Probleme mit dem Wind und ich war nicht ganz so zufrieden, aber am zweiten Tag kam ich mit den drehenden Winden besser zurecht und konnte als 12., von 25. Seger zufrieden sein. Mein Vater hat diese Regatta gewonnen, was mich sehr stolz machte.

Auf meinem Regattakalender stand als nächstes Münster, dort wird in der Stadt auf dem Aasee gesegelt. Es ist ein schöner See, vor allem für die Zuschauer, dies könne die Regatta von Land aus sehr gut sehen. Dort war ich vor meinem Vater, darüber war ich mehr als verwundert, ich wurde 6 von 24 und war richtig zufrieden mit mir.
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Beim Segeln muss man immer die Segel und den Windanzeiger im Auge behalten
Im September ging es dann zur Internationalen Deutschen Meisterschaft nach Prien (Chiemsee), dort waren 45 Segler gemeldet. In einem Rennen wurde ich 3. und im Allgemeinen wurde ich 15 von 45. Danach gab es eine längere Pause, bis wir Mitte Oktober am Bostalsse unsere Heimregatta hatten. Ist schön mit den 17 Segler aus ganz Europa auf dem Bostalsee zu segeln. Ich konnte mit meinem 6. Platz wieder voll zufrieden sein.

Als Saisonfinale stand Ende Oktober noch Antwerpen in Belgien auf dem Plan. Dort waren 27 Segler aus sechs Nationen und die konnten alle sehr gut segeln. Am ersten Tag hatten wir über 20 Kn Wind (38 Kilometer pro Stunde), ich musste schon etwas kämpfen und nach den vier Rennen war ich froh, dass Schluss für den ersten Tag war. Am zweiten und dritten Tag fuhren wir bei leichten bis mittleren Wind noch 6 Rennen und ich war 15. im Gesamten.
Für meine Erste Saison und als Jüngster, vermutlich weltweit, in der 2.4mR bin ich mit meinen Ergebnissen sehr zufrieden und freue mich schon, wenn es Ende März in Essen mit der ersten Regatta wieder losgeht.
Moritz 2 4
Moritz im Positionskampf bei der Saar-Lor-Lux-Regatta mit Dominique Chauvet.
Vorwindtraining am Bostalsee.
2.4mR ein ganz normales Boot
Das 2.4mR ist nicht wie viele meinen, ein Para bzw. Behinderten Boot. Es ist ein Boot für jeden, für ältere und jüngere, für Frauen und Männer und für Menschen mit Behinderung. Bei diesem Boot ist jeder gleich auf dem Wasser.

Das Boot ist einfach zu segeln aber, schwer schnell zu segeln, da man sehr viel einstellen bzw. trimmen kann. Da brauch man schon einige Erfahrung.

Bericht: Moritz Jakobs, November 2021, Yacht-Club Saarbrücken
Bilder: Jan Libor, Michael Jakobs